Chinesische Teekunst
Entspannen Sie sich selbst, vertrauen sie Ihrem eigenen Mund! Ihre Wahrnehmung ist der Meister des Geschmacks. Wenn sie gerade erkältet oder krank sind, sollten Sie erst nach einer Besserung kommen, wenn Ihre Wahrnehmung wieder vollständig ist.
Welche Tee-Sorte (Tee-Pflanzen-Art) spielt keine Rolle für uns? Warum kann Tee ohne Aroma oder bitter sein? Das sind Punkte, die wichtig sind. Wenn man sich für diese Themen interessiert, muss man sechs Schritte der Teezubereitung kennen.
Was sind die sechs Schritte der Teezubereitung? In China (besonders in Taiwan) haben Teetrinker den Prozess vom Pflücken der Blätter bis zum Einpacken des Tees in sechs Schritte geteilt, um Aroma und Bitterkeit zu beurteilen.
Erster Schritt: „grün sammeln“; Blätter sammeln, am besten ohne die Blätter zu brechen (an einer Bruchstelle verläuft die Fermentation schneller als an anderen Teilen). Ganze Blätter ermöglichen eine Kontrolle der Fermentation.
Zweiter Schritt: „grün wellen“; die gesammelten Blätter werden auf einem großen flachen Korb gleichmäßig verteilt. Man schwingt den Korb oder rührt leicht mit den Händen, um die Blätter sich berühren zu lassen, um den Fermentationsprozess zu beschleunigen. Der Fermentationsgrad entscheidet die Richtung des Teearomas. Nach der Trennung der Blätter vom Teestrauch beginnt der Fermentationsprozess. Sehr kurze Fermentation ergibt Grün-Tee (Fermentationsgrad unter 15 %; Aroma in Richtung von frischem Gras). Nach 10–20 Stunden Fermentation erhält man blumigen Grün-Tee (Fermentationsgrad 20-30%; Aroma in Richtung blumig). Bei einem Fermentationsgrad von über 50% entsteht schwarzer Tee (Aroma in Richtung Obst). Am schwierigsten ist es, Fermentationsgrad und Feuchtigkeit der Blätter in gutem Verhältnis zu halten. Ist die Feuchtigkeit zu hoch, wird der Tee bitter, ist sie zu niedrig (trocken) dann fehlt das Aroma.
Dritter Schritt: „grün stoppen“; man benutzt zusätzliche Hitze, um die Fermentation zu stoppen. Dazu gibt es zwei Methoden: die Blätter in einer heißen Pfanne kurze Zeit zu braten oder im heißen Dampf kurze Zeit zu dämpfen (Vorteile des Dämpfens: die Tee-Farbe geht mehr ins Grün, Nachteile: wegen der Dämpfe verliert der Tee an Gehalt).
Vierter Schritt: Kneten. Erste Stufe: sehr sanftes, kaum spürbares Kneten. Zweite Stufe: leichtes Kneten und Rollen. Dritte Stufe: starkes Kneten mit einem Tuch. Die Blätter dürfen nicht beschädigt werden um die innere Struktur zu öffnen; das erleichtert es, beim Trinken, den Inhalt herauszuholen.
Fünfter Schritt: Rösten. Trocknen des Tees, um ihn leichter aufbewahren zu können.
Sechster Schritt: Verarbeiten (dieser Schritt gehört nicht so ganz dazu). Der Tee wird zusätzlich geräuchert oder mit Jasmin, Hibiskus oder anderen Zusätzen vermischt. Da der Tee nach dem fünften Schritt fertig ist, sind auch seine Eigenschaften (Aroma, Geschmack) erreicht. Der sechste Schritt hat eher das Ziel, seinen Preis durch Zusätze zu retten. Gutes Verpacken ist sehr wichtig. Der fertige Tee hat nämlich die Eigenschaft, andere Aromen anzunehmen und zu binden.
Fast alle Teesorten kann man nach dem Trinken/dem Schmecken durch die Sechs Schritte (chinesische Tee-Kunst) beurteilen. Natürlich gibt es immer Ausnahmen. Zum Beispiel: Japanische Tee-Kunst, Pu Er Cha.
In der Japanischen Tee-Kunst liegt der Schwerpunkt auf der Zeremonie (nicht auf der Tee-Eigenschaft). Vor ca. 800 Jahren, der Anfangszeit des Teetrinkens hatte man noch kein Wissen über Fermentation und Kneten. Darum ist dieser Tee bitter. Vor dem Trinken muss man hierbei den Tee zermahlen, dann mit heißem Wasser aufgießen und schließlich mit einem Tee-Besen rühren und schlagen, um die Inhaltstoffe herauszuholen.
Pu Er Cha: Ich betrachte ihn als doppelte Fermentation. Seine Zubereitung ist die gleiche wie bei Schwarz-Tee. Beim vierten Schritt presst man die Blätter in eine Runde flache Form, danach wird das Stück geröstet und schließlich in einem Behältnis aus Keramik aufbewahrt. Nach einigen Jahren fermentiert der Tee wieder wegen der wenigen Luft von außen mit seiner eigenen Feuchtigkeit und bekommt ein warmes Honigaroma. Das Schwierige ist eine ausreichend lange Aufbewahrungszeit (mindestens zehn Jahre) ohne ihn schimmelig oder muffig werden zu lassen.
Tee-Kunst-Einführung:
Mi. Fr. 15:00-17:00, vorherige Anmeldung.
Auch andere Termine sind nach Vereinbarung möglich. (Am besten nach dem Essen und vor dem Abendessen zwischen 10 und 18 Uhr.
Achtung! Nicht auf leeren Magen grünen Tee trinken!)
Bei der Einführung in die Tee-Kunst trinken wir für Kung Fu gut geeigneten Tee (20-30 % fermentiert) Tee.
Um die Qualität zu beurteilen, wird Berliner Leitungswasser verwendet. Die Einführung dauert 30 bis 60 Min. je Sorte. Nach langer Erfahrung schafft man am Tag nicht mehrere Sorten. Pro Person 5€.
Unsere Sortierung, auch zum Verkauf in 150-gr-Verpackung: (die Teesorten kommen von Taiwan)
| Tee aus 1200 m Höhe | 15,-€ |
| Tee aus 1600 m Höhe, Sorte I Yui-San | 20,-€ |
| Tee aus 1600 m Höhe, Sorte II | 20,-€ |
| Tee aus 1800 m Höhe | 30,-€ |
| Tee aus 1600 m Höhe, Chen Bai Yui (nicht immer vorrätig) | 25,-€ |
| Tee aus 1800 m Höhe, Chen Bai Yui (nicht immer vorrätig) | 30,-€ |
Zum Probieren von Tee benötigt man kleine Keramikkannen. Wie viele andere Tee-Kunst-Freunde, sammele ich kleine Keramikkannen. Die Kannen haben Besonderheiten (z. B. ohne Henkel, kein seitlicher Ausgießer). Gern verkaufe ich diese besonderen Kannen (gebraucht und ungebraucht). Ich bringe sie aus Taiwan mit.